„Es ist ein Hoffnungszeichen“

LIPPRAMSDORF. Für Pfarrerin Regine Vogtmann war es am Donnerstag die letzte ökumenische Neujahrsbegegnung. Sie dankte für das unkomplizierte, herzliche Miteinander.

Bei der ökumenischen Neujahrsbegegnung verabschiedete sich Pfarrerin Regine Vogtmann von den Lipprams­dorfern: „Es war einfach im­mer schön hier!“ Allerdings lässt sie auch Sorgen zurück. 
Katholische und evangeli­sche Christen kamen am Don­nerstagabend zunächst in der Lambertus-Kirche zu einem Friedensgottesdienst zusam­men, danach begegneten sie sich im Pfarrheim und tausch­ten Neujahrswünsche aus. 
Für die Lippramsdorfer Pfarrerin Regine Vogtmann war es der letzte Termin in Lippramsdorf. Nach zwölf Jahren tritt sie eine neue Pfarrstelle in Nottuln an. „Es ist ein Hoffnungszeichen, dass wir hier so intensiv Öku­mene leben. Wir machen viel, weil es so schön ist, gemein­sam etwas zu tun“, resümier­te.sie ihre Zeit und dankte für ein unkompliziertes, herzli­ches Miteinander.

Vieles bricht weg

Nachdenklich schaute sie je­doch auf ihre Gemeinde in Lippramsdorf. 2018 sei ein Jahr der Abschiede gewesen. Ein innerer Kreis, der sich in­tensiv um die Kirchengemein­de gekümmert habe, sei ver­storben oder könne aufgrund von Krankheit nicht mehr ak­tiv sein. Regine Vogtmann hat das Gefühl, dass gerade viel wegbricht und nicht so viel nachkommt, wie sie sich das wünscht. Hoffnungszeichen für die schrumpfende Ge­meinde sei die gelebte Öku­mene. 

Für die katholische Kirchen­gemeinde fasste Matthias Heeks als Sprecher des Ge­meindeausschusses das Jahr zusammen. In diesem Zusam­menhang dankte er Gisela Vortmann, die nach zwölf Jahren Tätigkeit im Kontaktüro in den Ruhestand gegan­gen ist. Sie war die gute Seele der Kirche vor Ort.

Ein besonderes Anliegen in diesem Jahr ist die Wieder­herstellung der zerstörten 13. Kreuzwegstation an der Lam­bertus-Kirche. Die Reparatur kostet über 5000 Euro, 2300 Euro muss die Gemeinde selbst aufbringen. Die Landjugend wird aus Veranstal­tungserlösen 500 Euro dazu geben, außerdem spendet die Stadtsparkasse Haltern 500 Euro. Gerne legten Gäste der Neujahrsbegegnung noch ei­nen kleinen Anteil in ein Sammelkörbchen dazu.

Arbeit der Landjugend

Dirk Buddenbrock hatte Gele­genheit, die Arbeit der Land­jugend zu präsentieren. Mit 130 Mitgliedern zählt Lip­pramsdorf zu den drei größ­ten Landjugenden im Kreis. Dirk Buddenbrock kündigte an, die Landjugend werde ih­re Aktivitäten noch erweitern und außerdem Geburtstag feiern. Die erste Landjugend in Lippramsdorf gründete sich vor 65 Jahren, nach einer Pause wurde sie vor 35 Jah­ren wiederbelebt. Gefeiert wird im Jahr 2020 - mit Rücksicht auf das diesjährige Schützenfest.

Pastoralreferentin Veronika Bücker sieht eine gut aufge­stellte Gemeinde: „Hier geht es gut weiter, das liegt auch an den engagierten Ehren­amtlichen.“ Auch um die Ökumene mache sie sich kei­ne Sorgen.